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<title>Mittellatein</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Mittellatein</span></h1>
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<p>Unter dem Begriff <b>Mittellatein</b> oder <b>mittellateinische Sprache</b> werden die vielfältigen Formen der <a href="Latein" title="Latein">lateinischen</a> Sprache des europäischen <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalters</a> (etwa 6. bis 15.&nbsp;Jahrhundert) zusammengefasst. Eine genaue Abgrenzung einerseits vom vorausgehenden <a href="Sp%C3%A4tlatein" title="Spätlatein">Spätlatein</a> (Latein der <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">Spätantike</a>) und andererseits vom in der <a href="Renaissance" title="Renaissance">Renaissance</a> aufkommenden <a href="Humanistisches_Latein" title="Humanistisches Latein">Neulatein</a> der <a href="Renaissance-Humanismus" title="Renaissance-Humanismus">Humanisten</a> ist nicht möglich.
</p><p>Der Begriff ist eine Analogiebildung zu <a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">Mittelhochdeutsch</a>. Die lateinische Literatur des Mittelalters wird als <a href="Mittellateinische_Literatur" title="Mittellateinische Literatur">mittellateinische Literatur</a> bezeichnet, die <a href="Latinistik" title="Latinistik">lateinische Philologie</a> des Mittelalters als <i>mittellateinische Philologie</i> oder kurz <i>Mittellatein</i>. Fachleute in dieser Disziplin werden als <a href="Liste_bekannter_mittellateinischer_Philologen" title="Liste bekannter mittellateinischer Philologen"><i>Mittellateiner</i></a> bezeichnet.
</p><p>Ausgehend von der Literatursprache der <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">spätantiken</a> Kaiserzeit, der Sprache der <a href="Rechtswissenschaft" title="Rechtswissenschaft">Jurisprudenz</a> und der <a href="Kirchenvater" title="Kirchenvater">Kirchenväter</a>, zuweilen, jedoch keineswegs durchgängig, beeinflusst von den romanischen Sprachen oder der jeweiligen <a href="Muttersprache" title="Muttersprache">Muttersprache</a> des Autors, aber entgegen verbreiteten Vorurteilen („<a href="K%C3%BCchenlatein" title="Küchenlatein">Küchenlatein</a>“) immer wieder auch im Kontakt mit der <a href="Antike_Literatur" class="mw-redirect" title="Antike Literatur">antiken Literatur</a> der klassischen Periode, insbesondere der <a href="Dichtung" title="Dichtung">Dichtung</a>, entstand ein äußerst heterogenes Sprachmaterial, das die ganze Spannbreite von <a href="Umgangssprache" title="Umgangssprache">umgangssprachlicher</a>, <a href="Kolloquialismus" title="Kolloquialismus">kolloquialer</a>, <a href="Pragmatismus" title="Pragmatismus">pragmatischer</a> <a href="Diktion" title="Diktion">Diktion</a> bis zu hoch<a href="Rhetorik" title="Rhetorik">rhetorischer</a> oder dichterischer Stilisierung auf höchstem Niveau umfasst und in seinen Spitzenerzeugnissen den Vergleich mit der antiken, viel stärker durch die <a href="B%C3%BCcherverluste_in_der_Sp%C3%A4tantike" title="Bücherverluste in der Spätantike">Selektion des Überlieferungsprozesses</a> gefilterten Literaturproduktion genauso wenig zu scheuen braucht wie den mit der gleichzeitigen oder späteren volkssprachigen Literaturproduktion.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklung">Entwicklung</h2></div>

<p>Als sich die Schriftsteller zu Beginn des Mittelalters mit <a href="Antike" title="Antike">Antike</a> und <a href="Christentum" title="Christentum">Christentum</a> befassten, stand ihnen in der <i><a href="Romania_(Linguistik)" title="Romania (Linguistik)">Romania</a></i>, also in dem Gebiet, in dem sich das Latein als Umgangssprache hatte festsetzen können, nur das Latein als ausgebildete Schrift- und Buchsprache zur Verfügung; die romanischen Buchliteraturen sollten sich erst im späteren Mittelalter (ca. ab 12./13. Jh.) herausbilden. Auch die <i>Germania</i> vermochte mit keiner geeigneteren Schriftsprache aufzuwarten, als es das Latein war, zumal die germanischen Sprachen eine von der Mittelmeerwelt ganz abweichende Kultur und (meist mündliche) Überlieferung entwickelt hatten. Da außerdem der Geistliche, der damals zugleich der Schreibende war, täglich von Berufs wegen mündlich und schriftlich mit jenem Latein umging, das er als die Sprache der <a href="Bibel" title="Bibel">Bibel</a>, ihrer <a href="Biblische_Exegese" title="Biblische Exegese">Exegese</a>, der christlichen <a href="Dogmatik" title="Dogmatik">Dogmatik</a> und der <a href="Liturgie" title="Liturgie">Liturgie</a> vorfand, lag es nahe, dass man diese Sprache als Schriftsprache übernahm.
</p><p>Dieses Mittellatein entstand aus der spätantiken <a href="Lateinische_Literatur#Silberne_Latinität" title="Lateinische Literatur">Latinität</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es unterscheidet sich deshalb in zahlreichen Punkten vom <a href="Klassisches_Latein" title="Klassisches Latein">klassischen Latein</a>. Die Abweichungen von der klassischen Norm haben verschiedene Ursachen:
</p>
<ul><li>Neben dem Latein als <a href="Geschriebene_Sprache" title="Geschriebene Sprache">Schrift-</a> und <a href="Bildungssprache" title="Bildungssprache">Bildungssprache</a> haben sich in der <a href="Romania_(Linguistik)" title="Romania (Linguistik)">Romania</a> allmählich verschiedene <a href="Volkssprache" title="Volkssprache">Volkssprachen</a> entwickelt, die alle Weiterentwicklungen des sogenannten <i><a href="Vulg%C3%A4rlatein" title="Vulgärlatein">Vulgärlateins</a></i> sind. Jeder Verfasser von Texten lässt nun Elemente der eigenen Muttersprache in seine Schriftsprache einfließen. Dies gilt auch für Personen nicht-romanischer Zunge. Das Ausmaß solcher Einflüsse hängt natürlich in starkem Maße von der Ausbildung des jeweiligen Verfassers ab. Aufs Ganze gesehen halten sich die volkssprachlichen und vulgärlateinischen Einflüsse, zumal solche, die nicht durch das <a href="Vulgata" title="Vulgata">Bibellatein</a> vermittelt sind, jedoch in Grenzen. Daher zerfällt das Mittellatein trotz einiger identifizierbarer nationaler Besonderheiten nicht in <a href="Dialekt" title="Dialekt">Dialekte</a> oder <a href="Regionalsprache" title="Regionalsprache">Regionalsprachen</a>, sondern weist eine horizontale Gliederung nach Stilniveau und Gattungen auf. Weniger ausgeprägt in <a href="Morphologie_(Linguistik)" title="Morphologie (Linguistik)">Morphologie</a> und <a href="Syntax" title="Syntax">Syntax</a>, deutlich dagegen in der <a href="Wortbildung" title="Wortbildung">Wortbildung</a>, lassen sich innerhalb des Mittellateins <a href="Epoche_(Literatur)" title="Epoche (Literatur)">epochenspezifische</a> Entwicklungen beobachten.</li>
<li>Da das Latein – trotz aller sprachlichen Kompetenz und Differenzierungsfähigkeit vieler Schriftsteller – für alle eine <a href="Zweitspracherwerb" title="Zweitspracherwerb">erlernte Sprache</a> ist, kommt es (vor allem in der Syntax) zu Tendenzen allmählicher Vereinfachung. Typisch lateinische Erscheinungen werden, vor allem wenn sie in den romanischen Sprachen bereits aufgegeben worden sind oder in der jeweiligen Muttersprache nicht existieren, aufgegeben oder zumindest seltener benutzt, so zum Beispiel der <a href="Accusativus_cum_infinitivo" title="Accusativus cum infinitivo">AcI</a>, der <i><a href="Ablativus_absolutus" title="Ablativus absolutus">Ablativus absolutus</a></i> und die Vielfalt und Verschachtelung der <a href="Nebensatz" title="Nebensatz">Nebensätze</a>. Das Ausmaß, in dem diese Tendenzen beim einzelnen Autor wirksam werden, ist, z. T. epochenabhängig, sehr unterschiedlich. Auch gegenläufige Tendenzen wie <a href="Hyperkorrektur" title="Hyperkorrektur">Hyperurbanismen</a> oder <a href="Manierismus" title="Manierismus">Manierismus</a> sind häufig zu beobachten.</li>
<li>Die neuen <a href="Sozialstruktur" title="Sozialstruktur">sozialen</a> und politischen Strukturen (<a href="Christentum" title="Christentum">Christentum</a>, <a href="Feudalismus" title="Feudalismus">Feudalismus</a>) wirken auch auf die Sprache, vor allem im Bereich des <a href="Wortschatz" title="Wortschatz">Wortschatzes</a>, wo zahlreiche <a href="Neusch%C3%B6pfung" title="Neuschöpfung">Neuschöpfungen</a> nötig werden und viele Wörter ihr <a href="Bedeutung_(Sprachphilosophie)" title="Bedeutung (Sprachphilosophie)">Bedeutungsspektrum</a> erweitern.</li></ul>
<p>Das Latein war durch das ganze Mittelalter hindurch eine <a href="Lebende_Sprache" title="Lebende Sprache">lebendige Sprache</a>, die in den gebildeten Schichten nicht nur schriftlich, sondern auch mündlich fließend beherrscht wurde, wozu auch die aktive Beherrschung der <a href="Vers" title="Vers">Verse</a> und <a href="Verslehre" title="Verslehre">Metrik</a> gehörte. Alle, die über eine gewisse Bildung verfügten, waren also <a href="Bilingualismus" title="Bilingualismus">zweisprachig</a>: Sie sprachen zum einen ihre jeweilige Muttersprache, zum andern Latein, das deshalb oft auch als „Vatersprache“ des Mittelalters bezeichnet wird. Wie bereits gesagt, breitete sich das Mittellatein weit über die Grenzen des <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römischen Reiches</a> aus, so bis nach <a href="Ostdeutschland" title="Ostdeutschland">Ostdeutschland</a>, <a href="J%C3%BCtland" title="Jütland">Jütland</a>, auf die <a href="Liste_d%C3%A4nischer_Inseln" title="Liste dänischer Inseln">dänischen Inseln</a>, nach <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a>, <a href="Norwegen" title="Norwegen">Norwegen</a> und <a href="Island" title="Island">Island</a>, auch in die <a href="Liste_der_slawischen_St%C3%A4mme" title="Liste der slawischen Stämme">slawischen Gebiete</a> bis ins eigentliche <a href="Rus" title="Rus">Russland</a> hinein und nach <a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarn</a> und <a href="Finnland" title="Finnland">Finnland</a>.
</p><p>Die „Muttersprachlichkeit“ äußerte sich darin, dass man antike Wörter mit neuen Bedeutungen ausstattete, neue <a href="Derivation_(Linguistik)" title="Derivation (Linguistik)">Ableitungen</a> und Wörter bildete und überhaupt mit der Sprache wie mit einer Muttersprache, die sich ja auch ständig <a href="Sprachwandel" title="Sprachwandel">wandelt</a>, umging, ohne allerdings je die Vorbilder der klassischen Zeit zu vergessen, denen man immer verpflichtet blieb.
</p>

<p>Das Ende bereiteten dem Mittellatein nicht die Volkssprachen, sondern der <a href="Renaissance-Humanismus" title="Renaissance-Humanismus">Renaissance-Humanismus</a> und das durch ihn hervorgerufene sogenannte <a href="Neulatein" class="mw-redirect" title="Neulatein">Neulatein</a>, das sich im 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts allmählich durchsetzte. Das Neulatein war durch eine strengere Orientierung am <a href="Klassisches_Latein" title="Klassisches Latein">klassischen Latein</a> gekennzeichnet. Wenige klassische Autoren, besonders <a href="Marcus_Tullius_Cicero" title="Marcus Tullius Cicero">Cicero</a> und <a href="Vergil" title="Vergil">Vergil</a>, galten als Vorbilder. Durch diese rückwärtsgewandte Normierung wurde die lebendige Sprachentwicklung gelähmt, der Gebrauch der lateinischen Sprache im Alltag wurde erschwert. Die Virtuosität einiger Autoren täuscht darüber hinweg, dass die mangelnde Flexibilität des Neulateinischen insgesamt zu einer sprachlichen Verarmung führte. So haben gerade die leidenschaftlichsten Verfechter und Liebhaber des Lateinischen, die Humanisten, durch ihren Kampf gegen das nach ihrer Ansicht barbarische Mittellatein und ihr Insistieren auf die Norm der klassischen Antike wesentlich zur Verdrängung der lateinischen Sprache beigetragen. Erst in dieser Zeit beginnt das Latein als Sprache der Bildung und Politik zu erstarren und zu „<a href="Sprachtod" title="Sprachtod">sterben</a>“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Merkmale_des_Mittellateins_und_Abweichungen_vom_klassischen_Latein">Merkmale des Mittellateins und Abweichungen vom klassischen Latein</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Graphie_und_Aussprache_(Phonologie)"><span id="Graphie_und_Aussprache_.28Phonologie.29"></span>Graphie und Aussprache (Phonologie)</h3></div>
<p>Die Darstellung der <a href="Phonetik" title="Phonetik">Phonetik</a> des Mittellatein stößt vor allem aus drei Gründen auf erhebliche Schwierigkeiten, erstens den Zeitraum von rund 1000 Jahren, innerhalb dessen es zu erheblichen Veränderungen kam, zweitens die räumliche Erstreckung über große Teile Europas und die damit verbundene regionale Beeinflussung durch die verschiedensten in diesem Großraum verwendeten Volkssprachen und drittens die Schwierigkeit ihrer Rekonstruktion ausschließlich aus den handschriftlichen Zeugnissen und den <a href="Interferenz_(Linguistik)" title="Interferenz (Linguistik)">Interferenzen</a> mit den Volkssprachen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine einheitliche Aussprache konnte es unter diesen Umständen nicht geben. Trotzdem lassen sich einige allgemeingültige Aussagen machen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Der bereits für die antike Umgangssprache belegte phonetische Zusammenfall der <a href="Diphthong" title="Diphthong">Diphthonge</a> <i>ae</i> mit <i>ĕ</i> und <i>oe</i> mit <i>ē</i> führt früh zu orthographischen Konsequenzen. Das a wird zunächst, vor allem in der <a href="Schreibschrift" title="Schreibschrift">Kursive</a>, subskribiert, später entwickelt sich die sogenannte <i><a href="%C4%98" title="Ę">e caudata</a></i>, das <i>e</i> mit einem Schwänzchen als Unterlänge (ę). Seit dem 12. Jh. werden <i>æ</i> und <i>œ</i> meist durch einfaches <i>e</i> wiedergegeben, zum Beispiel <i>precepit</i> für <i>præcēpit,</i> <i>insule</i> für <i>īnsulæ,</i> <i>amenus</i> für <i>amœnus.</i> Dazu kommen umgekehrte („hyperkorrekte“) Schreibungen wie <i>æcclesia</i> statt <i>ecclēsia,</i> <i>fœtus</i> statt <i>fētus</i> und <i>cœlum</i> statt <i>cælum.</i> Die Humanisten beleben die zeitweise verschwundene <i>e caudata</i> wieder.</li>
<li>Vor allem im frühmittelalterlichen Latein begegnen häufig Vertauschungen von e und i.</li>
<li><i>y</i> statt <i>i</i> und <i>œ</i> findet sich nicht nur in griechischen Wörtern, sondern auch in lateinischen, zum Beispiel <i>yems</i> für <i>hiems,</i> <i>yra</i> für <i>īra</i>; vgl. den Titel <i>Yconomica</i> (Oeconomica) <a href="Konrad_von_Megenberg" title="Konrad von Megenberg">Konrads von Megenberg</a>.</li>
<li><i>h</i> wird fortgelassen oder hinzugefügt, im Anlaut, zum Beispiel <i>iems</i> für <i>hiems,</i> <i>ora</i> für <i>hōra</i> und <i>hora</i> für <i>ōra,</i> und auch sonst, zum Beispiel <i>veit</i> für <i>vehit;</i> besonders nach <i>t,</i> <i>p</i> und <i>c,</i> zum Beispiel <i>thaurus</i> für <i>taurus,</i> <i>spera</i> für <i>sphæra,</i> <i>monacus</i> für <i>monachus,</i> <i>conchilium</i> für <i>concilium</i> und <i>michi</i> für <i>mihī.</i></li>
<li>Da <i>t</i> und <i>c</i> vor <a href="Halbvokal" title="Halbvokal">halbvokalischem</a> <i>i</i> zusammengefallen war, werden sie auch in der Schrift sehr oft vertauscht, zum Beispiel <i>tercius</i> für <i>tertius</i>, <i>Gretia</i> für <i>Græcia.</i></li>
<li>Konsonanten<a href="Gemination_(Sprache)" title="Gemination (Sprache)">gemination</a> wird oft vereinfacht oder abundierend gesetzt, zum Beispiel <i>litera</i> für <i>littera,</i> <i>aparere</i> für <i>apparēre</i> und <i>edifficare</i> für <i>ædificāre.</i></li>
<li>Unbequeme Konsonantengruppen werden vereinfacht, zum Beispiel <i>salmus</i> für <i>psalmus,</i> <i>tentare</i> für <i>temptāre.</i></li>
<li>Sehr häufig und offensichtlich aus dem Vulgärlatein übernommen sind <a href="Dissimilation_(Phonologie)" title="Dissimilation (Phonologie)">Dissimilationen</a>, zum Beispiel <i>pelegrinus</i> für <i>peregrīnus</i> (vgl. im Deutschen Pilger; ebenso franz. <i>pèlerin</i>, ital. <i>pellegrino</i>), <i>radus</i> für <i>rārus</i> (vgl. italienisch <i>di rado</i>).</li>
<li>Sämtliche Vokale werden offen artikuliert. Beleg ist ein Überbleibsel im Italienischen: Das <i>Credo</i> im Sinne des christlichen Glaubensbekenntnisses wird mit offenem 'e' artikuliert und setzt die mittellateinische Aussprache fort. Demgegenüber spricht man die rein italienische Verbform <i>credo</i> („ich glaube“) mit geschlossenem 'e'.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Morphologie">Morphologie</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Konjugation">Konjugation</h4></div>
<ul><li>Verwechslung von „normalen“ Verben und <a href="Deponens" title="Deponens">Deponentien</a>, zum Beispiel <i>(ad)mirare</i> statt <i>(ad)mīrārī,</i> <i>viari</i> statt <i>viāre</i> (= reisen).</li>
<li>Zahlreich sind Konjugationswechsel anzutreffen, zum Beispiel <i>aggrediri</i> für <i>aggredī,</i> <i>complectari</i> für <i>complectī,</i> <i>prohibire</i> für <i>prohibēre</i> (vgl. ital. <i>proibire</i>), <i>rídere</i> für <i>rīdēre</i> (vgl. ital. <i>ridere</i>) und <i>potebat</i> für <i>poterat</i> (vgl. ital. <i>potere</i>).</li>
<li>Beim Futur finden sich Verwechslungen zwischen <i>b-</i> und <i>e-Futur,</i> zum Beispiel <i>faciebo</i> für <i>faciam,</i> <i>negam</i> für <i>negābō.</i></li>
<li>Das Passiv Perfekt wird sehr oft mit <i>fui</i> statt <i>sum</i> gebildet: <i>interfectus fuit</i> (Aus dieser Verwendung, die im Übrigen schon im <a href="Klassisches_Latein" title="Klassisches Latein">klassischen Latein</a> vereinzelt zur Bezeichnung eines Zustandes in der Vergangenheit begegnet, hat sich z.&nbsp;B. das franz. <i><a href="Pass%C3%A9_compos%C3%A9" title="Passé composé">passé composé</a></i> und das ital. <i>passato prossimo</i> entwickelt).</li>
<li>Zusätzliche periphrastische Verbformen: Die Umschreibung mit <i>habēre</i> und Partizipium Perfekt Passiv (zum Beispiel <i>lībrōs perditōs habeō</i>), im klassischen Latein nur zur nachdrücklichen Bezeichnung eines dauernden Zustandes verwendet, kann das gewöhnliche Perfekt Passiv oder auch Aktiv ersetzen; <i>dicēns sum</i>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Deklination">Deklination</h4></div>
<ul><li>Es ist eine gewisse Unsicherheit beim Umgang mit den verschiedenen Deklinationen feststellbar, so dass Wörter manchmal von einer Deklination in die andere übergehen, zum Beispiel <i>noctuum</i> für <i>noctium,</i> <i>īgnīs</i> für <i>īgnibus</i>. Häufiger wird auch die <a href="Pronomen" title="Pronomen">pronominale</a> <a href="Dativ" title="Dativ">Dativ</a>-Endung <i>-ī</i> durch <i>-ō</i> ersetzt: <i>illō</i> für <i>illī.</i> Allgemein besteht die Tendenz, Wörter der u-Deklination in die o-Deklination und Wörter der e-Deklination in die ā-Deklination überzuführen, zum Beispiel <i>senātus,-ī</i> statt <i>senātus,-ūs</i> (<i>senati</i> steht aber schon bei Sallust), <i>magistrātus,-ī</i> statt <i>magistrātus,-ūs</i> oder <i>māteria</i> für <i>māteria/māteriēs</i> (= Bauholz), <i>effigia</i> für <i>effigiēs</i> (= Bildnis).</li>
<li>Wechsel des Genus, vor allem „Niedergang“ des Neutrums (vgl. romanische Sprachen), zum Beispiel <i>cornus</i> statt <i>cornū,</i> <i>maris</i> statt <i>mare</i> (= das Meer), <i>fātus</i> statt <i>fātum,</i> <i>domus tuus</i> statt <i>domus tua,</i> <i>timor māgna</i> statt <i>timor māgnus.</i></li>
<li>Mit wenigen Ausnahmen kann (wie in den romanischen Sprachen) jedes Adjektiv durch Voransetzung von <i>plūs</i> oder <i>magis</i> gesteigert werden, zum Beispiel <i>plūs/magis nobilis</i> und manchmal auch zusammen mit dem <a href="Synthetischer_Sprachbau" title="Synthetischer Sprachbau">synthetischen</a> <a href="Komparation" title="Komparation">Komparativ</a> <i>plūs/magis nobilior.</i> Seltener ist die Verwendung eines Komparativs statt des Superlativs, zum Beispiel <i>Venit sibi in mente, ut maiorem principem, qui in mundo esset, quæreret.</i></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Syntax">Syntax</h3></div>
<ul><li>Im Mittellateinischen wurde das Pronomen <i>ille (illa, illud)</i> auch als bestimmter Artikel und das Numerale <i>ūnus (ūna, ūnum)</i> auch als unbestimmter Artikel gebraucht.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die Demonstrativpronomina werden meist nicht mehr so scharf geschieden wie im klassischen Latein. So können <i>hic, iste, ipse, īdem</i> wie <i>is</i> verwendet werden.</li>
<li>Die beiden Partizipien <i>præfātus</i> und <i>prædictus</i> (eigtl. vorhergenannt) werden als neue Demonstrativpronomina oft wie <i>ille</i> gebraucht.</li>
<li>Statt der nicht-reflexiven Pronomina stehen oft die reflexiven, also <i>sē</i> = <i>eum,</i> <i>suus</i> = <i>eius.</i></li>
<li>Manche Verben werden mit einem anderen Kasus verbunden, zum Beispiel <i>adiuvāre,</i> <i>iubēre,</i> <i>sequī,</i> <i>vetāre</i> + Dat.; <i>fruī,</i> <i>ūtī,</i> <i>fungī</i> + Akk.</li>
<li>Anstelle eines <a href="Accusativus_cum_infinitivo" title="Accusativus cum infinitivo">Accusativus cum infinitivo</a> wird gern ein <i>quod</i>- oder gar ein <i>quia</i>-Satz gesetzt (so aber bereits in der <a href="Vulgata" title="Vulgata">Vulgata</a>), auch <i>quāliter</i>-Sätze begegnen in dieser Funktion.</li>
<li>Die Konjunktion <i>dum</i> wird oft statt temporalem <i>cum</i> verwendet.</li>
<li>Erzähltempus ist nicht mehr nur Perfekt und Praesens historicum, sondern auch das Imperfekt, ja sogar das Plusquamperfekt. Man gebraucht auch das Präsens anstelle des Futur I und das Perfekt statt Futur II.</li>
<li>Die cōnsecutiō temporum (Zeitenfolge) wird nicht mehr streng beachtet. So findet sich in Gliedsätzen oft Konjunktiv Plusquamperfekt statt Konjunktiv Imperfekt.</li>
<li>Die finale Verwendung des Infinitivs, die im klass. Latein selten und meist nur poetisch bezeugt ist, wird häufig, zum Beispiel <i>Abiit mandūcāre</i> für <i>Abiit, ut ederet</i> bzw. <i>mandūcātum abiit</i>.</li>
<li>Anstelle des <a href="Partizip_Pr%C3%A4sens_Aktiv" title="Partizip Präsens Aktiv">Partizip Präsens Aktiv</a> steht oft ein <a href="Gerundium" title="Gerundium">Gerundium</a> im <a href="Ablativ" title="Ablativ">Ablativ</a>, zum Beispiel <i>loquendō</i> für <i>loquēns</i> (vgl. das ital. und span. <i>gerundio</i> sowie das franz. <i>gérondif</i>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vokabular">Vokabular</h3></div>
<p>Das Latein des Mittelalters zeichnet sich durch einen erheblich umfangreicheren Wortschatz aus, der einerseits durch lateinische Neubildungen mithilfe von <a href="Pr%C3%A4fix" title="Präfix">Präfixen</a> und <a href="Suffix" title="Suffix">Suffixen</a> sowie <a href="Semantik" title="Semantik">semantische</a> Fortbildungen bereichert wird, andererseits frei aus verschiedenen anderen zeitgenössischen Volkssprachen sowie dem <a href="Griechische_Sprache" title="Griechische Sprache">Griechischen</a> Anleihen macht. Da ein großer Teil der frühen christlichen Literatur in dieser Sprache verfasst worden und auch in der lateinischen Bibelübersetzung mancher griechische Ausdruck beibehalten worden war, war griechisches Wortmaterial bereits in der Spätantike in erheblichem Umfang in die lateinische Sprache aufgenommen worden. Wenn man sich auch von den griechischen Sprachkenntnissen der meisten mittelalterlichen Gelehrten keine übertriebenen Vorstellungen machen darf, so waren sie doch in der Lage, anhand griechisch-lateinischer <a href="Glossar" title="Glossar">Glossare</a> oder <a href="Bilingue" title="Bilingue">Bilinguen</a> weitere Neubildungen vorzunehmen.
</p><p>Eine weitere Quelle waren die Sprachen der germanischen Völker, die in <a href="Mitteleuropa" title="Mitteleuropa">Mitteleuropa</a> die Nachfolge der Römer antraten.
</p><p>Weiterhin wurden viele klassische lateinische Vokabeln, die nicht mehr im Gebrauch waren, durch Wortneubildungen auf der Basis des <a href="Vulg%C3%A4rlatein" title="Vulgärlatein">Vulgärlateins</a> und der <a href="Germanische_Sprachen" title="Germanische Sprachen">germanischen Sprachen</a> ersetzt.
</p><p><b>Beispiele</b>
</p>
<ul><li>Allzu kurze Wörter werden durch längere (und oft regelmäßigere) ersetzt, zum Beispiel <i>īre</i> durch <i>vadere,</i> <i>ferre</i> durch <i>portāre,</i> <i>flēre</i> durch <i>plōrāre,</i> <i>equus</i> durch <i>caballus,</i> <i>ōs</i> durch <i>bucca</i> und <i>rēs</i> durch <i>causa;</i></li>
<li>Besonders oft verdrängen sogenannte <i>Intensiva</i> auf <i>-tāre</i> das zugrunde liegende <a href="Verb" title="Verb">Verb</a>, zum Beispiel <i>adiutāre</i> statt <i>adiuvāre,</i> <i>cantāre</i> statt <i>canere</i> und <i>nātāre</i> statt <i>nāre.</i></li>
<li>Oft bekommen aus der Antike übernommene Wörter neue Bedeutungen: <i>breve</i> der Brief, die Urkunde, <i>convertere</i> und <i>convertī</i> ins Kloster gehen, <i>corpus</i> die Hostie, <i>plēbs</i> die (christliche) Gemeinde, <i>homō</i> der Untergebene, <i>comes</i> der Graf (vgl. franz. <i>comte</i>, ital. <i>conte</i>), <i>dux</i> der Herzog (vgl. franz. <i>duc</i>), <i>nōbilis</i> der Freie, <i>advocātus</i> der Vogt.</li>
<li>Es werden auch zahlreiche neue Wörter geschaffen oder entlehnt: <i>bannus</i> (zu dt. Bann) die Gerichtsbarkeit, <i>lēgista</i> der Jurist, <i>camis(i)a</i> das Hemd; vgl. den Titel <i><a href="De_ente_et_essentia" title="De ente et essentia">De ente et essentia</a></i>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Mittellateinische_Literatur">Mittellateinische Literatur</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Mittellateinische_Literatur" title="Mittellateinische Literatur">Mittellateinische Literatur</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Literaturgattungen">Literaturgattungen</h3></div>
<p>Die mittellateinischen Schriftsteller und Dichter trachteten danach, eine Literatur hervorzubringen, deren Blick weniger auf die Antike als vielmehr auf die Gegenwart mit all ihren tiefgreifenden sozialen, kulturellen und politischen Umwälzungen gerichtet war. Die literarischen Gattungen, die gepflegt wurden, sind zahllos. Zu den traditionellen Gattungen (wie <a href="Geschichtsschreibung" title="Geschichtsschreibung">Geschichtsschreibung</a>, <a href="Biografie" title="Biografie">Biografie</a>, <a href="Brief" title="Brief">Brief</a>, <a href="Epos" title="Epos">Epos</a>, <a href="Lehrgedicht" title="Lehrgedicht">Lehrgedicht</a>, <a href="Lyrik" title="Lyrik">Lyrik</a>, <a href="Satire" title="Satire">Satire</a> und <a href="Fabel" title="Fabel">Fabel</a>) kommen neue hinzu, wie die <a href="Hagiographie" title="Hagiographie">Heiligenlegende</a>, der <a href="Reliquientranslation" title="Reliquientranslation">Translationsbericht</a>, die <a href="Mirakelbuch" title="Mirakelbuch">Mirakelsammlung</a>, der <a href="Visionsliteratur" title="Visionsliteratur">Visionsliteratur</a>, die <a href="Homilie" title="Homilie">Homilie</a>, das <a href="Figurengedicht" title="Figurengedicht">Figurengedicht</a>, der <a href="Hymne" title="Hymne">Hymnus</a> und die <a href="Sequenz_(Liturgie)" title="Sequenz (Liturgie)">Sequenz</a>, die <a href="R%C3%A4tsel" title="Rätsel">Rätseldichtung</a>.
</p><p>Eine große Bedeutung kam natürlich der religiösen Literatur zu. Sie umfasst sowohl <a href="Prosa" title="Prosa">Prosa</a> als auch poetische Werke und hatte teils ein breiteres Publikum, teils die gebildeten Eliten als Zielpublikum. An eine breite Leserschaft richteten sich die populären Fassungen von Heiligenlegenden (zum Beispiel die <a href="Legenda_aurea" title="Legenda aurea">Legenda aurea</a> von <a href="Jacobus_de_Voragine" title="Jacobus de Voragine">Jacobus de Voragine</a>), Wundergeschichten und andere <i><a href="Beispiel" title="Beispiel">Exempla</a></i> (zum Beispiel die Werke von <a href="Caesarius_von_Heisterbach" title="Caesarius von Heisterbach">Caesarius von Heisterbach</a>). Zum Teil wurden solche Werke schon früh in die Volkssprachen übersetzt und erreichten ihr Publikum auch auf dem Umweg über Predigten, für die sie als Materialsammlungen dienten. Theologische Traktate, Bibelkommentare und die meisten poetischen Werke hatten ihren Ort vor allem im Schulbetrieb, zum Teil auch in der Hofgesellschaft und in der Umgebung gebildeter Bischöfe.
</p><p>Das antike <a href="Drama" title="Drama">Drama</a> hat zunächst keine Fortsetzung erfahren, da es an die Voraussetzung der <a href="Stadt#Die_Entwicklung_der_Stadt_in_Europa" title="Stadt">antiken Stadtkultur</a> gebunden war und vom Christentum aufgrund seiner Verbindung mit dem heidnischen Kult abgelehnt wurde. Vereinzelt stehen die Dramen der <a href="Hrotsvit" title="Hrotsvit">Hrotswith von Gandersheim</a> als kontrastimitative Auseinandersetzung mit dem Vorbild des <a href="Terenz" title="Terenz">Terenz</a>. Weit verbreitet ist die <a href="Parodie" title="Parodie">Parodie</a> (in der Antike nur durch wenige Beispiele vertreten). Neue Formen sind das <a href="Geistliches_Spiel" title="Geistliches Spiel">geistliche Spiel</a> und die vom antiken Drama ganz unabhängige <a href="Commedia_dell%E2%80%99arte" title="Commedia dell’arte">Comedia</a>.
</p><p>Für die Dichtung stehen zwei grundsätzlich verschiedene Verstechniken zur Verfügung und werden nicht selten vom selben Autor wahlweise verwendet: die in der antiken Tradition weitergeführte metrische Technik, die sich an den Silbenlängen (Quantität) ausrichtet, und die aus der volkssprachigen Dichtung stammende Technik, bei der die Silbenzahl und die geregelte Abfolge der Betonungen (Akzente) den Vers strukturieren. Die metrische Dichtung steht auch stilistisch in der Tradition der antiken Dichtersprache, da ihre Beherrschung die intensive Auseinandersetzung mit klassischen Vorbildern wie <a href="Vergil" title="Vergil">Vergil</a> und <a href="Ovid" title="Ovid">Ovid</a> sowie den christlichen Dichtern der Spätantike voraussetzt. Überbietungsphänomene sind hier bei manchen Autoren der Verzicht auf die <a href="Synaloiphe" title="Synaloiphe">Synaloiphe</a> und der Einsatz des Reims, vor allem der sogenannte <a href="Leoninischer_Hexameter" title="Leoninischer Hexameter">leoninische Hexameter</a>. Die Anfänge der akzentrhythmischen Technik stehen in engem Zusammenhang mit der <a href="Musik_des_Mittelalters" title="Musik des Mittelalters">Musik des Mittelalters</a>, denn es handelt sich hier fast ausnahmslos um vertonte Dichtung.
</p><p>Prosa und Vers werden je nach Anlass und Zielpublikum eingesetzt, weitgehend unabhängig vom Thema. Formtypen, die Prosa und Vers in unterschiedlicher Weise kombinieren, sind <a href="Opus_geminum" title="Opus geminum">Opus geminum</a> und <a href="Prosimetrum" title="Prosimetrum">Prosimetrum</a>. In der Prosa setzt sich gegenüber der quantitierenden die akzentrhythmische Klausel, der <a href="Cursus_(Rhythmik)" title="Cursus (Rhythmik)">Cursus</a>, durch. Außerdem begegnet die <a href="Reimprosa" class="mw-redirect" title="Reimprosa">Reimprosa</a>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bedeutung">Bedeutung</h3></div>
<p>Die <a href="Mittellateinische_Literatur" title="Mittellateinische Literatur">mittellateinische Literatur</a> steht zeitlich vor der volkssprachigen Literatur und hat diese auch nachhaltig beeinflusst: Dichter wie zum Beispiel <a href="Dante_Alighieri" title="Dante Alighieri">Dante Alighieri</a> oder <a href="Francesco_Petrarca" title="Francesco Petrarca">Francesco Petrarca</a> in Italien, die zum Teil noch in Latein dichteten, übertrugen Inhalte und Stil auch auf ihre italienisch geschriebenen Werke.
</p><p>Die germanischen Literaturen erscheinen im Licht des heute Überlieferten sogar noch unselbständiger und weisen bis ins 12. Jahrhundert fast ausschließlich aus dem Lateinischen mehr oder weniger genau übersetzte Texte auf. Die stark von der kirchlichen Mittelmeertradition abweichende germanische Volks- und Heldendichtung war nach der Einführung des Christentums zuerst nicht mehr gepflegt worden und wurde bald verboten. Trotz vieler mittelbarer Hinweise auf ihren einstigen Reichtum wurde sie nur in den seltensten Fällen für die Nachwelt gerettet&nbsp;– von Mönchen. Allein in England, dessen Kultur sich in den ersten Jahrhunderten nach der Konversion recht frei von Bevormundung durch kontinentale Strömungen entfaltete (6.—9.&nbsp;Jahrhundert), entstand bereits im frühen Mittelalter eine Buchliteratur in der Volkssprache, deren ältestes Zeugnis das Stabreimepos <i><a href="Beowulf" title="Beowulf">Beowulf</a></i> ist. Ähnliche Hinterlassenschaften aus dem Frankenreich, die zeitgenössische Geschichtsschreiber erwähnen, sind verlorengegangen.
</p><p>Natürlich hat umgekehrt auch die Volksdichtung stark auf die mittellateinische Literatur gewirkt. Seit etwa dem 12. Jahrhundert gibt es sogar&nbsp;– zum Beispiel in den <a href="Carmina_Burana" title="Carmina Burana">Carmina Burana</a> – zahlreiche Gedichte, die teils lateinisch, teils auf Deutsch geschrieben sind.
</p><p>Ausgehend von den antiken Voraussetzungen (Illustrationen in Fachliteratur, Dichtung, Bibel) entstehen seit der <a href="Karolingische_Renaissance" title="Karolingische Renaissance">karolingischen Renaissance</a> zunehmend bebilderte Werke, deren Illustration in Einzelfällen auf den Autor selbst zurückgeführt werden kann. Literaturproduktion und <a href="Buchmalerei" title="Buchmalerei">Buchmalerei</a> stehen daher in einem engen Zusammenhang.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mittellateinische_Autoren_(Auswahl)"><span id="Mittellateinische_Autoren_.28Auswahl.29"></span>Mittellateinische Autoren (Auswahl)</h3></div>
<table class="wikitable">

<tbody><tr style="background:#FFDEAD">
<th width="33%">6. Jahrhundert
</th>
<th width="33%">7. Jahrhundert
</th>
<th width="33%">8. Jahrhundert
</th></tr>
<tr style="vertical-align:top">
<td>
<ul><li><a href="Benedikt_von_Nursia" title="Benedikt von Nursia">Benedikt von Nursia</a></li>
<li><a href="Boethius" title="Boethius">Boethius</a></li>
<li><a href="Cassiodor" title="Cassiodor">Cassiodor</a></li>
<li><a href="Columban_von_Luxeuil" title="Columban von Luxeuil">Columban von Luxeuil</a></li>
<li><a href="Eugippius" title="Eugippius">Eugippius</a></li>
<li><a href="Fulgentius_von_Ruspe" title="Fulgentius von Ruspe">Fulgentius von Ruspe</a></li>
<li><a href="Gildas" title="Gildas">Gildas</a></li>
<li><a href="Gregor_von_Tours" title="Gregor von Tours">Gregor von Tours</a></li>
<li><a href="Gregor_der_Gro%C3%9Fe" title="Gregor der Große">Gregor der Große</a></li>
<li><a href="Jordanes" title="Jordanes">Jordanes</a></li>
<li><a href="Venantius_Fortunatus" title="Venantius Fortunatus">Venantius Fortunatus</a></li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Adomnan_von_Iona" title="Adomnan von Iona">Adomnan von Iona</a></li>
<li><a href="Aldhelm" title="Aldhelm">Aldhelmus</a> von Malmesbury</li>
<li><a href="Jonas_von_Bobbio" title="Jonas von Bobbio">Jonas von Bobbio</a></li>
<li><a href="Isidor_von_Sevilla" title="Isidor von Sevilla">Isidor von Sevilla</a></li>
<li><a href="Eugenius_III._von_Toledo" title="Eugenius III. von Toledo">Eugenius von Toledo</a></li>
<li><a href="Fredegar" title="Fredegar">Fredegar</a></li>
<li><a href="Julian_von_Toledo" title="Julian von Toledo">Julian von Toledo</a></li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Alkuin" title="Alkuin">Alkuin</a></li>
<li><a href="Ambrosius_Autpertus" title="Ambrosius Autpertus">Ambrosius Autpertus</a></li>
<li><a href="Arbeo_von_Freising" title="Arbeo von Freising">Arbeo von Freising</a></li>
<li><a href="Bonifatius" title="Bonifatius">Winfrid Bonifatius</a></li>
<li><a href="Beda_Venerabilis" title="Beda Venerabilis">Beda Venerabilis</a></li>
<li><a href="Paulus_Diaconus" title="Paulus Diaconus">Paulus Diaconus</a></li>
<li><a href="Paulinus_II._von_Aquileia" title="Paulinus II. von Aquileia">Paulinus von Aquileia</a></li></ul>
</td></tr>
<tr style="background:#FFDEAD">
<th>9. Jahrhundert
</th>
<th>10. Jahrhundert
</th>
<th>11. Jahrhundert
</th></tr>
<tr style="vertical-align:top">
<td>
<ul><li><a href="Agius_(Dichter)" title="Agius (Dichter)">Agius von Corvey</a></li>
<li>Agnellus von Ravenna</li>
<li><a href="Agobard" title="Agobard">Agobard</a></li>
<li><a href="Amalarius" title="Amalarius">Amalarius</a></li>
<li><a href="Astronomus" title="Astronomus">Astronomus</a></li>
<li><a href="Beatus_von_Li%C3%A9bana" title="Beatus von Liébana">Beatus von Liébana</a></li>
<li><a href="Brun_Candidus_von_Fulda" title="Brun Candidus von Fulda">Brun Candidus von Fulda</a></li>
<li><a href="Dhuoda" title="Dhuoda">Dhuoda</a></li>
<li><a href="Eigil_von_Fulda" title="Eigil von Fulda">Eigil von Fulda</a></li>
<li><a href="Einhard" title="Einhard">Einhard</a></li>
<li><a href="Ermoldus_Nigellus" title="Ermoldus Nigellus">Ermoldus Nigellus</a></li>
<li><a href="Florus_von_Lyon" title="Florus von Lyon">Florus von Lyon</a></li>
<li><a href="Frechulf" title="Frechulf">Frechulf</a></li>
<li><a href="Gottschalk_von_Orbais" title="Gottschalk von Orbais">Gottschalk von Orbais</a></li>
<li><a href="Heiricus_von_Auxerre" title="Heiricus von Auxerre">Heiricus von Auxerre</a></li>
<li><a href="Hilduin_von_Saint-Denis" title="Hilduin von Saint-Denis">Hilduin von Saint-Denis</a></li>
<li><a href="Hrabanus_Maurus" title="Hrabanus Maurus">Hrabanus Maurus</a></li>
<li><a href="Johannes_Scottus_Eriugena" title="Johannes Scottus Eriugena">Johannes Scottus Eriugena</a></li>
<li>Jonas von Orléans</li>
<li><a href="Lupus_Servatus" title="Lupus Servatus">Lupus Servatus</a></li>
<li><a href="Moduin" title="Moduin">Moduin</a></li>
<li><a href="Nithard" title="Nithard">Nithard</a></li>
<li><a href="Notker_I." title="Notker I.">Notker Balbulus</a></li>
<li><a href="Paschasius_Radbertus" title="Paschasius Radbertus">Paschasius Radbertus</a></li>
<li><a href="Ratpert_von_St._Gallen" title="Ratpert von St. Gallen">Ratpert von St. Gallen</a></li>
<li><a href="Ratramnus_von_Corbie" title="Ratramnus von Corbie">Ratramnus von Corbie</a></li>
<li><a href="Remigius_von_Auxerre" title="Remigius von Auxerre">Remigius von Auxerre</a></li>
<li><a href="Rimbert" title="Rimbert">Rimbert</a></li>
<li><a href="Sedulius_Scottus" title="Sedulius Scottus">Sedulius Scottus</a></li>
<li><a href="Smaragd_von_Saint-Mihiel" title="Smaragd von Saint-Mihiel">Smaragd von Saint-Mihiel</a></li>
<li><a href="Thegan" title="Thegan">Thegan</a></li>
<li><a href="Theodulf_von_Orl%C3%A9ans" title="Theodulf von Orléans">Theodulf von Orléans</a></li>
<li><a href="Walahfrid_Strabo" title="Walahfrid Strabo">Walahfrid Strabo</a></li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Ekkehard_I._(St._Gallen)" title="Ekkehard I. (St. Gallen)">Ekkehart I. von St. Gallen</a></li>
<li><a href="Flodoard_von_Reims" title="Flodoard von Reims">Flodoard von Reims</a></li>
<li><a href="Hrotsvit" title="Hrotsvit">Hrotsvit</a></li>
<li><a href="Liutprand_von_Cremona" title="Liutprand von Cremona">Liutprand von Cremona</a></li>
<li><a href="Rather_von_Verona" title="Rather von Verona">Rather von Verona</a></li>
<li><a href="Regino_von_Pr%C3%BCm" title="Regino von Prüm">Regino von Prüm</a></li>
<li><a href="Richer_von_Reims" title="Richer von Reims">Richer von Reims</a></li>
<li><a href="Widukind_von_Corvey" title="Widukind von Corvey">Widukind von Corvey</a></li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Adam_von_Bremen" title="Adam von Bremen">Adam von Bremen</a></li>
<li><a href="Anselm_von_Canterbury" title="Anselm von Canterbury">Anselm von Canterbury</a></li>
<li><a href="Brun_von_Querfurt" title="Brun von Querfurt">Brun von Querfurt</a></li>
<li><a href="Ekkehard_IV._(St._Gallen)" title="Ekkehard IV. (St. Gallen)">Ekkehard IV. (St. Gallen)</a></li>
<li><a href="Frutolf_von_Michelsberg" title="Frutolf von Michelsberg">Frutolf von Michelsberg</a></li>
<li><a href="Hermann_von_Reichenau" title="Hermann von Reichenau">Hermann von Reichenau</a></li>
<li><a href="Lampert_von_Hersfeld" title="Lampert von Hersfeld">Lampert von Hersfeld</a></li>
<li><a href="Otloh_von_St._Emmeram" title="Otloh von St. Emmeram">Otloh von St. Emmeram</a></li>
<li><a href="Rodulfus_Glaber" title="Rodulfus Glaber">Rodulfus Glaber</a></li>
<li><a href="Sigebert_von_Gembloux" title="Sigebert von Gembloux">Sigebert von Gembloux</a></li>
<li><a href="Thietmar_von_Merseburg" title="Thietmar von Merseburg">Thietmar von Merseburg</a></li></ul>
</td></tr>
<tr style="background:#FFDEAD">
<th>12. Jahrhundert
</th>
<th>13. Jahrhundert
</th>
<th>14. Jahrhundert
</th></tr>
<tr style="vertical-align:top">
<td>
<ul><li><a href="Hildegard_von_Bingen" title="Hildegard von Bingen">Hildegard von Bingen</a></li>
<li><a href="Petrus_Abaelardus" title="Petrus Abaelardus">Petrus Abaelardus</a></li>
<li><a href="Bernhard_von_Clairvaux" title="Bernhard von Clairvaux">Bernhard von Clairvaux</a></li>
<li><a href="Hugo_von_St._Viktor" title="Hugo von St. Viktor">Hugo von St. Viktor</a></li>
<li><a href="Geoffrey_von_Monmouth" title="Geoffrey von Monmouth">Geoffrey von Monmouth</a></li>
<li><a href="Bernardus_Silvestris" title="Bernardus Silvestris">Bernardus Silvestris</a></li>
<li><a href="Otto_von_Freising" title="Otto von Freising">Otto von Freising</a></li>
<li><a href="Johannes_von_Salisbury" title="Johannes von Salisbury">Johannes von Salisbury</a></li>
<li><a href="Alanus_ab_Insulis" title="Alanus ab Insulis">Alanus ab Insulis</a></li>
<li><a href="Archipoeta" title="Archipoeta">Archipoeta</a></li>
<li><a href="Petrus_von_Blois" title="Petrus von Blois">Petrus von Blois</a></li>
<li><a href="Walter_von_Ch%C3%A2tillon" title="Walter von Châtillon">Walter von Châtillon</a></li>
<li><a href="Walter_Map" title="Walter Map">Walter Map</a></li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Thomas_von_Celano" title="Thomas von Celano">Thomas von Celano</a></li>
<li><a href="Johannes_de_Garlandia_(Grammatiker)" title="Johannes de Garlandia (Grammatiker)">Johannes de Garlandia</a></li>
<li><a href="Albertus_Magnus" title="Albertus Magnus">Albertus Magnus</a></li>
<li><a href="Caesarius_von_Heisterbach" title="Caesarius von Heisterbach">Caesarius von Heisterbach</a></li>
<li><a href="Thomas_von_Aquin" title="Thomas von Aquin">Thomas von Aquin</a></li>
<li><a href="Johannes_Duns_Scotus" title="Johannes Duns Scotus">Johannes Duns Scotus</a></li>
<li><a href="Jacobus_de_Voragine" title="Jacobus de Voragine">Jacobus de Voragine</a></li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Wilhelm_von_Ockham" title="Wilhelm von Ockham">Wilhelm von Ockham</a></li>
<li><a href="Konrad_von_Megenberg" title="Konrad von Megenberg">Konrad von Megenberg</a></li></ul>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Lateinische_Literatur" title="Lateinische Literatur">Lateinische Literatur</a></li>
<li>Kategorie:Literatur (Mittellatein)</li>
<li><a href="Liste_bekannter_mittellateinischer_Philologen" title="Liste bekannter mittellateinischer Philologen">Liste bekannter mittellateinischer Philologen</a></li>
<li><a href="Klassische_Philologie" title="Klassische Philologie">Klassische Philologie</a></li>
<li><a href="Neulateinische_Philologie" title="Neulateinische Philologie">Neulateinische Philologie</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/W%C3%B6rterb%C3%BCcher#Mittellatein" class="extiw external" title="s:Wörterbücher">Wikisource: Mittellateinische Wörterbücher</a></b>&nbsp;– Quellen und Volltexte</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://ducange.enc.sorbonne.fr/">Glossarium ad scriptores mediæ et infimæ latinitatis (Ecole des chartes)</a></li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130403153657/http://www.mls.uzh.ch/documenta/online/sprache.html">Peter Stotz: Die lateinische Sprache im Mittelalter</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 3. April 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak9/mlat/einleitung.html">Walter Berschin: Einleitung in die Lateinische Philologie des Mittelalters</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.orbilat.com/Languages/Latin_Medieval/Dag_Norberg/index.html">Dag Norberg: Manuel pratique de latin médiéval</a> (englisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Johann_Jakob_B%C3%A4bler" title="Johann Jakob Bäbler">Johann Jakob Bäbler</a>: <i>Beiträge zu einer Geschichte der lateinischen Grammatik im Mittelalter.</i> Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1885.</li>
<li><a href="Walter_Berschin" title="Walter Berschin">Walter Berschin</a>: <i>Einleitung in die lateinische Philologie des Mittelalters (Mittellatein). Eine Vorlesung.</i> Hrsg. von <a href="Tino_Licht" title="Tino Licht">Tino Licht</a>. Mattes, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-86809-063-5 (Gesamteinführung).</li>
<li><a href="Bernhard_Bischoff" title="Bernhard Bischoff">Bernhard Bischoff</a>: <i>Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters</i> (<i>Grundlagen der Germanistik</i> 24). Erich Schmidt, Berlin 1979, ISBN 3-503-01282-6 (Einführungswerk zur Paläographie des lateinischen Mittelalters).</li>
<li><a href="Franz_Brunh%C3%B6lzl" title="Franz Brunhölzl">Franz Brunhölzl</a>: <i>Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters.</i> 3 Bände. Fink, München 1975–2009,
<ul><li>Band 1: <i>Von Cassiodor bis zum Ausklang der karolingischen Erneuerung.</i> 1975, ISBN 3-7705-1113-1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00049324_00001.html">online</a>).</li>
<li>Band 2: <i>Die Zwischenzeit vom Ausgang des karolingischen Zeitalters bis zur Mitte des elften Jahrhunderts.</i> 1992, ISBN 3-7705-2614-7 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00049326_00001.html?leftTab=mlt">online</a>).</li>
<li>Band 3: <i>Vielfalt und Blüte. Von der Mitte des elften bis zum Beginn des dreizehnten Jahrhunderts.</i> 2009, ISBN 978-3-7705-4779-1.</li></ul></li>
<li><a href="Ernst_Robert_Curtius" title="Ernst Robert Curtius">Ernst Robert Curtius</a>: <i>Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter.</i> 2., durchgesehene Auflage. Francke, Bern 1954 (Nachschlagewerk zur Literaturgeschichte).</li>
<li>Monique Goullet, <a href="Michel_Parisse" title="Michel Parisse">Michel Parisse</a>: <i>Lehrbuch des mittelalterlichen Lateins. Für Anfänger.</i> Aus dem Französischen übertragen und bearbeitet von <a href="Helmut_Schareika" title="Helmut Schareika">Helmut Schareika</a>. Buske, Hamburg 2010, ISBN 978-3-87548-514-1 (Lehrbuch, das keine Kenntnisse des klassischen Lateins voraussetzt).</li>
<li><a href="Gustav_Gr%C3%B6ber" title="Gustav Gröber">Gustav Gröber</a>: <i>Übersicht über die lateinische Litteratur von der Mitte des 6. Jahrhunderts bis 1350.</i> In: Derselbe (Hrsg.): <i>Grundriss der Romanischen Philologie.</i> Band 2, Abteilung 1. Karl J. Trübner, Straßburg 1902, S. 97–432 (Nachdrucke des Beitrags: München 1963; München 1974).</li>
<li><a href="Udo_Kindermann" title="Udo Kindermann">Udo Kindermann</a>: <i>Einführung in die lateinische Literatur des mittelalterlichen Europa.</i> Brepols, Turnhout 1998, ISBN 2-503-50701-8.</li>
<li><a href="Paul_Klopsch" title="Paul Klopsch">Paul Klopsch</a>: <i>Einführung in die mittellateinische Verslehre.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1972, ISBN 3-534-05339-7.</li>
<li><a href="Karl_Langosch" title="Karl Langosch">Karl Langosch</a>: <i>Lateinisches Mittelalter. Einleitung in Sprache und Literatur.</i> 5. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-03019-2 (<i>Das lateinische Mittelalter</i>), (Einführung in die Besonderheiten des mittelalterlichen Latein).</li>
<li><a href="Elias_Avery_Lowe" title="Elias Avery Lowe">Elias A. Lowe</a>: <i>Codices Latini Antiquiores. A Paleographical Guide To Latin Manuscripts Prior To The Ninth Century.</i> 11 Bände. Oxford 1934–1966 (Tafelwerke zur Paläographie).</li>
<li><a href="Max_Manitius" title="Max Manitius">Max Manitius</a>: <i>Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters.</i> 3 Bände. München 1911–1931 (<i><a href="Handbuch_der_Altertumswissenschaft" title="Handbuch der Altertumswissenschaft">Handbuch der Altertumswissenschaft</a></i> 9, 2), (Nachschlagewerk zur Literaturgeschichte). Bd. 1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-112334">Digitalisat</a>), Bd. 2 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-111626">Digitalisat</a>), Bd. 3 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-112080">Digitalisat</a>)</li>
<li><a href="Alf_%C3%96nnerfors" title="Alf Önnerfors">Alf Önnerfors</a> (Hrsg.): <i>Mittellateinische Philologie. Beiträge zur Erforschung der mittelalterlichen Latinität.</i> Darmstadt 1975 (= <i>Wege der Forschung.</i> Band 292).</li>
<li>Franz Steffens: <i>Lateinische Paläographie.</i> 2., vermehrte Auflage, Trier 1909 (125 Tafeln mit Transkription, Erläuterungen und systematischer Darstellung der Entwicklung der lateinischen Schrift; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.paleography.unifr.ch/schrifttafeln.htm">online</a>).</li>
<li><a href="Peter_Stotz" title="Peter Stotz">Peter Stotz</a>: <i>Handbuch zur lateinischen Sprache des Mittelalters</i> (<i><a href="Handbuch_der_Altertumswissenschaft" title="Handbuch der Altertumswissenschaft">Handbuch der Altertumswissenschaft</a></i> 2, 5). 5 Bände. C.H. Beck, München 1996–2004 (unter anderem eine Sprachgeschichte und Grammatik).</li>
<li><a href="Ludwig_Traube_(Philologe)" title="Ludwig Traube (Philologe)">Ludwig Traube</a>: <i>Vorlesungen und Abhandlungen.</i> Band 2: <i>Einleitung in die lateinische Philologie des Mittelalters.</i> Herausgegeben von <a href="Paul_Lehmann_(Altphilologe)" title="Paul Lehmann (Altphilologe)">Paul Lehmann</a>. Beck, München 1911 (Einführung in die mittellateinische Philologie von einem der Begründer des Universitätsfachs Mittellatein).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wörterbücher"><span id="W.C3.B6rterb.C3.BCcher"></span>Wörterbücher</h2></div>
<p>Ein umfassendes, vollständiges modernes Wörterbuch der mittellateinischen Sprache existiert bisher nicht. Grundlage der lexikalischen Arbeit<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sind zunächst einmal die Wörterbücher des klassischen Latein wie der <i><a href="Thesaurus_Linguae_Latinae" title="Thesaurus Linguae Latinae">Thesaurus Linguae Latinae</a></i> (bisher erschienen sind die Bände I-X 2, fasc.1-14, bis <i>protego</i>), Karl Ernst Georges’ ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch sowie das Oxford Latin Dictionary. Für ausschließlich mittellateinisch gebräuchliche Wörter oder Bedeutungen sind darüber hinaus heranzuziehen:
</p>
<dl><dt>Alte umfassende und Handwörterbücher</dt></dl>
<ul><li><a href="Charles_du_Fresne%2C_sieur_du_Cange" title="Charles du Fresne, sieur du Cange">Charles du Fresne, sieur du Cange</a> u.&nbsp;a.: <i><a href="Glossarium_ad_scriptores_mediae_et_infimae_latinitatis" title="Glossarium ad scriptores mediae et infimae latinitatis">Glossarium ad scriptores mediae et infimae latinitatis</a></i> (einsprachig), zuerst 1678 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://ducange.enc.sorbonne.fr/">Glossarium ad scriptores mediæ et infimæ latinitatis</a>, Niort: L. Favre, 1883–1887, <a href="%C3%89cole_nationale_des_chartes" title="École nationale des chartes">École nationale des chartes</a>).</li>
<li><a href="Egidio_Forcellini" title="Egidio Forcellini">Egidio Forcellini</a>: <i><a href="Totius_Latinitatis_Lexicon" title="Totius Latinitatis Lexicon">Totius latinitatis lexicon</a></i>, zuerst 1718 (auch hrsg. von Vincentius De-Vit, Prati 1858–1875); 2 Bde. <i><a href="Onomastikon" title="Onomastikon">Onomasticon</a></i>, Padova 1940.</li>
<li><a href="Lorenz_Diefenbach" title="Lorenz Diefenbach">Lorenz Diefenbach</a>: <i>Glossarium latino-germanicum mediae et infimae aetatis</i>, Joseph Baer, Frankfurt am Main 1857; Neudrucke Darmstadt 1968 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=2J8-AAAAcAAJ">Faksimiles</a> bei <a href="Google_Books" title="Google Books">Google Books</a>) und 1997.</li>
<li>Lorenz Diefenbach: <i>Novum glossarium latino-germanicum mediae et infimae aetatis</i>, Sauerländer, Frankfurt am Main 1867 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.archive.org/search.php?query=creator%3Adiefenbach%20title%3A%22glossarium%20latino-germanicum%22">Faksimiles</a> im <a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a>); Neudrucke Aalen 1964 und 1997.</li></ul>
<dl><dt>Moderne Handwörterbücher</dt></dl>
<ul><li>Albert Blaise: <i>Lexicon latinitatis Medii Aevi</i>, praesertim ad res ecclesiasticas investigendas pertinens, CC Cont.med., Turnhout 1975.</li>
<li>Albert Blaise: <i>Dictionnaire latin-français des auteurs chrétiens</i>, Turnhout 1954.</li>
<li>Albert Sleumer: <i>Kirchenlateinisches Wörterbuch</i>, Limburg/Lahn: Steffen 1926; Nachdruck Olms, Hildesheim 2006.</li>
<li>Edwin Habel: <i>Mittellateinisches Glossar.</i> Mit einer Einführung von Heinz-Dieter Heimann. Hrsg. von Friedrich Gröbel, 2. Auflage Paderborn/München/Wien/Zürich 1959; Nachdruck (mit neuer Einführung) 1989 (= <i>Uni-Taschenbücher</i>, 1551).</li>
<li>Friedrich A. Heinichen: <i>Lateinisch-Deutsch zu den klassischen und ausgewählten mittelalterlichen Autoren.</i> Stuttgart 1978 (mehrere Nachdrucke, zum Beispiel als Pons-Globalwörterbuch).</li></ul>
<dl><dt>Jüngere umfassendere Wörterbücher</dt></dl>
<ul><li><a href="Otto_Prinz" title="Otto Prinz">Otto Prinz</a>, Johannes Schneider u.&nbsp;a. (Hrsg.): <i><a href="Mittellateinisches_W%C3%B6rterbuch" title="Mittellateinisches Wörterbuch">Mittellateinisches Wörterbuch</a> bis zum ausgehenden 13. Jahrhundert</i>. Beck, München 1954ff. (in Erarbeitung, soll den Wortgebrauch bis Ende 13. Jahrhundert erfassen).</li>
<li><a href="Franz_Blatt" title="Franz Blatt">Franz Blatt</a> (Hrsg.): <i>Novum Glossarium mediae latinitatis ab anno DCCC usque ad annum MCC</i>, Kopenhagen 1957ff. (in Erarbeitung, beginnt mit „L“).</li>
<li><a href="Jan_Frederik_Niermeyer" title="Jan Frederik Niermeyer">Jan Frederik Niermeyer</a>: <i>Mediae latinitatis lexicon minus</i> (<i>Lexique latin médiéval – Medieval Latin Dictionary – Mittellateinisches Wörterbuch</i>). Hrsg. von Co van de Kieft, Leiden [1954-]1976, Neudruck ebd. 2002 (nur wenige Quellenangaben).</li></ul>
<dl><dt>Speziellere Wörterbücher und Wortlisten</dt></dl>
<ul><li>J. W. Fuchs, Olga Weijers (Ggg.): <i>Lexicon latinitatis Nederlandicae Medii Aevi</i>, Leiden 1977ff. (in Erarbeitung, bisher A bis Stu).</li>
<li>R[onald] E[dward] Latham: <i>Revised medieval Latin wordlist from British and Irish sources.</i>, London 1965; Neudrucke ebenda 1965, 1973 und öfter.</li>
<li>R.E. Latham: <i>Dictionary of Medieval Latin from British Sources</i>, London 1975ff.</li>
<li><i>Lexicon mediae et infimae latinitatis Polonorum</i>, Warschau 1953ff. (in Erarbeitung, bisher A bis Q).</li>
<li><i>Latinitatis Medii Aevi lexicon Bohemorum</i>, Prag 1977ff.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zeitschriften">Zeitschriften</h2></div>
<ul><li><a href="Mittellateinisches_Jahrbuch" title="Mittellateinisches Jahrbuch">Mittellateinisches Jahrbuch</a>. Begründet von Karl Langosch, zurzeit herausgegeben von Carmen Cardelle (et al.), Stuttgart 1964ff.</li>
<li>The Journal of Medieval Latin. Herausgegeben im Auftrag der North American Association of Medieval Latin, Turnhout 1991ff.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Horst_Kusch" title="Horst Kusch">Horst Kusch</a>: <i>Einführung in das lateinische Mittelalter</i>, Bd. 1: <i>Dichtung</i>. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1957, S. XXV.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Dazu beispielhaft: <a href="Rupprecht_Rohr" title="Rupprecht Rohr">Rupprecht Rohr</a>: <i>Das Schicksal der betonten lateinischen Vokale in der <a href="Gallia_Lugdunensis" title="Gallia Lugdunensis">Provincia Lugdunensis Tertia</a>, der späteren <a href="Erzbistum_Tours" title="Erzbistum Tours">Kirchenprovinz Tours</a></i>. Duncker &amp; Humblot, Berlin 1963.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Peter Stotz: <i>Handbuch zur lateinischen Sprache des Mittelalters</i>, Bd. 3: Lautlehre. C.H. Beck, München 1996 (siehe Literatur).</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">J. F. Niermeyer, <i>Mediae Latinitatis Lexicon Minus</i>, S. 509 (rechte Spalte) u. 1051 (linke Spalte)</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Karl_Polheim" title="Karl Polheim">Karl Polheim</a>: <i>Die lateinische Reimprosa</i>, Berlin 1925</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Henrike Lähnemann: Reimprosa und Mischsprache bei Williram von Ebersberg. Mit einer kommentierten Ausgabe und Übersetzung seiner 'Aurelius-Vita'. In: <i>Deutsche Texte der Salierzeit – Neuanfänge und Kontinuitäten im 11. Jahrhundert</i>, hg. von Stephan Müller und Jens Schneider, München 2010 (Mittelalter Studien 20), S. 205–237 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.academia.edu/12958901/Reimprosa_und_Mischsprache_bei_Williram_von_Ebersberg">Open Acces Preprint</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Teja Erb: <i>Geschichte, Konzepte und Perspektiven der mittellateinischen Lexikographie im deutschen Sprachraum.</i> In: <i>Das Altertum.</i> Band 47, 2002, S. 13–35.</span>
</li>
</ol>
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/* start https://de.wikipedia.org/ */


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<div class="klappleiste-kopf">Epochen des <a href="Latein" title="Latein">Lateins</a></div>
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<table width="100%">

<tbody><tr align="center">
<td>bis 240 v. Chr.<br><a href="Fr%C3%BChlatein" title="Frühlatein">Frühlatein</a>
</td>
<td>240–75 v. Chr.<br><a href="Altlatein" title="Altlatein">Altlatein</a>
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<td>75 v. Chr. – 1. Jh.<br><a href="Klassisches_Latein" title="Klassisches Latein">Klassisches Latein</a>
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<td>15. Jh. bis heute<br><a href="Neulatein" class="mw-redirect" title="Neulatein">Neulatein</a>
</td></tr></tbody></table>
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